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BRM 600 ROAD TRIP MODE+ (2019) | Lets have a beer in Munich (Teilnehmerbericht)

Maria in Action
Maria in Action

Mal eben auf ein Bier nach München

So oder so ähnlich könnte man das Abenteuer des 600er Brevets der Audax Suisse beschreiben, welches uns am 16.05.2019 um 20 Uhr von Buch bei Schaffhausen (CH) aus startend auf die Reise nach München und wieder zurückschickte. Als mein belgischer Rad-Kollege Pascal und ich uns für diese Fahrt anmeldeten, waren 615 km mit ca. 3.500 Höhenmetern ausgeschrieben, vorbei an Highlights wie dem Donautal, dem Englischen Garten in München, Schloss Neuschwanstein u. v. m. Das dürfte doch eine schöne, gemütliche Fahrt durch den Freistaat Bayern werden, dachten wir uns! Doch dann stand die Teilnahme erst einmal gewaltig auf der Kippe...

 

Am Wochenende vor dem Start kam die Hiobsbotschaft von Pascal: Grippe, krank, quasi ein körperlicher Totalausfall…Na super, und das bei der Vorfreude, die schon seit Tagen immer größer wurde, nachdem auch die Wettervorhersage endlich stabiles und sonniges Wetter für diese Tage versprach. Meine Suche nach einem derart kurzfristigen Ersatz war vorerst nicht wirklich von Erfolg gekrönt. Klar, wer fährt auch freiwillig mal eben so ohne Planung und Vorbereitung 620 km quer durch Bayern.

 

Geknickt saß ich auf meinem Stuhl im Büro, was nicht unbemerkt blieb. Mein Freund Patrick wusste natürlich, dass ich mich auf die Teilnahme an diesem Brevet gefreut hatte und sagte kurzerhand: „Ich kann doch mitfahren!“ Ohne zu zögern verneinte ich dies, immerhin sitzt er erst seit November auf dem Rad, die längste Tour hatte 130 km und danach ging es ihm, gelinde gesagt, nicht wirklich gut. Das kann nicht funktionieren, das wäre einfach nur dumm, dachte ich mir. Außerdem hatte er keine Tasche, mit denen er sein Gepäck am Rad verstauen konnte. Patrick meinte, er könne doch mit dem Rucksack fahren. Angesichts der zu fahrenden Distanz wurde dies meinerseits aber sofort abgelehnt wurde. Doch er gab nicht auf, er würde es sicher schaffen können! So hatte er mich irgendwann so weit, dass ich online eine Topeak Backloader Tasche und ein paar gut gepolsterte Handschuhe in den Warenkorb legte und insgeheim dachte, dass das sicher keine gute Idee war.

 

Zum Glück gab es nicht mehr viel Zeit, darüber nachzudenken, ob es eine gute Idee war oder nicht. Immerhin war es 2 Tage später schon so weit, auch auf Bike24 war Verlass und die Lieferung mit dem Langstrecken-Einsteiger-Paket für Patrick war angekommen. Da der Start um 20 Uhr sein sollte, nahmen wir uns den halben Tag frei, um noch etwas vorzuschlafen, Checkliste final abzuarbeiten und das Abendessen vor dem Start vorzubereiten. Mit Sack und Pack ging es mit dem Auto schließlich um 15 Uhr von uns Zuhause in das beschauliche Dörfchen Buch im Kanton Schaffhausen, von wo aus die Reise beginnen sollte. Das Zeitlimit für die 620 km lag bei 40 Stunden, aber wir machten uns nun wirklich definitiv keinen Zeitdruck. Jetzt hieß es erst einmal: Kopf aus – Vorfreude an! Gut gelaunt machten wir uns mit ca. 80 weiteren Verrückten auf den Weg in die erste Nacht.

 

Die Fahrt begann direkt mit einem phänomenalen Anblick: Goldenes Licht des Sonnenuntergangs fiel auf die Landschaft um uns herum, der Track führte uns über schönste Radwege abseits der Straßen, in einer kleinen Gruppe von ca. 10 Mann fuhren wir so die ersten Kilometer Richtung Tuttlingen, wo bereits nach 48 km der erste Checkpoint auf uns warten sollte. Nach ein paar ersten Höhenmetern brach langsam die Dunkelheit und mit ihr die nächtliche Kälte über uns herein und wir sehnten uns schon bald nach Überschuhen und langen Handschuhen, die wir am ersten Checkpoint anziehen wollten. Gesagt getan, warm eingepackt ging es Richtung Ulm zum nächsten Checkpoint bei Kilometer 180.

 

Die erste Nacht verlief optimal. Mit guter Laune rollten wir über einsame, wellige Landstraßen mitten durch’s Nirgendwo. Manchmal sahen wir in der Ferne ein paar Rücklichter von anderen Teilnehmern, konzentrierten uns aber auf unser eigenes und vor allem Patricks Wohlfühltempo. Die einzigen Lebewesen, denen wir unterwegs begegneten, waren hier und da mal eine Dorfkatze oder ein Mäuschen, welches vor unseren Rädern über die Straße huschte, ansonsten herrschte einmalige Stille. Der Blick hinunter zu meinem GPS Computer versicherte mir stets, dass wir uns noch auf dem richtigen Kurs befinden…Bis mir irgendwann etwas sehr komisch vorkam. Wir fuhren durch eine der unzähligen kleinen Ortschaften, eigentlich sollten mir hier auf der Karte andere kleine Straßen angezeigt werden, jedoch war hiervon auf dem aktuellen Kartenausschnitt nichts zu sehen. Stopp. Halt. Da stimmt was nicht. Zu diesem Zeitpunkt war es halb 3 in der Nacht, stockduster und kalt. Druck auf alle möglichen Tasten signalisierte mir, dass sich das Gerät komplett aufgehangen hatte. Na prima, und kein Internetempfang, um nachzulesen, wie das Reset funktioniert! Also begann ich, genervt auf allen Tasten gleichzeitig rumzudrücken, bis sich das Display dann irgendwann Gott sei Dank ausschaltete und ich neu starten konnte. Klasse, die ganze Aufzeichnung war weg…Meine Laune war schlagartig am Tiefpunkt und ich begann damit, den Track vom Handy erneut auf das Gerät zu laden. Nach einer gefühlten Ewigkeit leuchtete endlich wieder die Linie auf der Karte auf, es konnte nach nun mittlerweile 30 Minuten Zwangspause endlich weitergehen.

 

Der Rest der Nacht verlief ohne weitere Komplikationen. Wir fieberten dem Checkpoint in Ulm in Form einer 24h-Tankstelle entgegen, Patrick hat geforen und wir beiden waren ziemlich müde. Kaffee und ein kleines Frühstück musste dringend her. Brezel, Schokocroissant und Kaffee waren tatsächlich eine Wohltat, wir konnten uns im Tankstellenshop etwas aufwärmen und trafen hier auch auf einige andere Radler, welche es uns Gleich taten. Um halb 5 machten wir uns mit Ziel Augsburg wieder auf den Weg. Hier wohnte Daniel, ein Freund von mir, welcher uns vorab angeboten hatte, bei ihm einen kurzen Stopp einzulegen, um zu Duschen, Essen und um ein Nickerchen einzulegen. Da seine Wohnung quasi direkt am Track bei Kilometer 259 lag, zögerten wir natürlich nicht lange und nahmen das Angebot mehr als dankend an. 80 km hatten wir also noch bis Augsburg vor uns, welche sich als mitunter die Schönsten der ganzen Strecke herausstellen sollten. Wir erlebten einen grandiosen Bilderbuch-Sonnenaufgang, als die in Nebel gehüllten Felder und Hügel in violettes Licht getaucht wurden und die Sonne wie im Film riesengroß direkt vor uns in den Himmel stieg. Warum man sich so etwas wie eine 600 km-Fahrt mit dem Fahrrad antut? GENAU DESWEGEN!

 

Um 9 Uhr empfing uns Daniel, der an der Strecke auf uns wartete und uns zu seiner Wohnung führte. Wir waren überwältigt von so viel Hilfsbereitschaft – Handtücher, Brötchen, Eiweißshake, Bettdecken, Nudeln…Man Daniel, ich kann dir immer noch nicht sagen, wie dankbar wir dir noch immer sind! Dieser Stopp war eine große Hilfe, vor allem für Patrick, der neue Energie schöpfen könnte und schnell war der kurze Gedanke an einen Abbruch vergessen (nicht zuletzt, da sich herausstellte, dass ein Bahnticket von Augsburg zurück zum Start ca. 190 € kostete). Nach 2 Stunden Nickerchen sah die Welt schon ganz anders aus, gestärkt und motiviert verabschiedeten wir uns und rollten in frischen Klamotten Richtung München. Ab jetzt versprach das Höhenprofil einige Anstiege, mehr als 2/3 der zu fahrenden Höhenmeter sollten uns in der 2. Hälfte erwarten. Mit der Sonne im Nacken fuhren wir über wellige Straßen vorbei an endlos erscheinenden Rapsfeldern und schon bald sahen wir in weiter Ferne den Olympiaturm.

 

Schlechter hätten wir unsere Ankunft in München nicht timen können. Pünktlich zum Freitags-Feierabendverkehr mussten wir uns durch endlose Staus vorbei an genervten Autofahrern, über zum Teil äußerst seltsam geplante Radwege quälen. Es dauerte nicht lange und ich sehnte mich bald danach, diese Stadt hinter uns zu lassen. Der Track führte uns über einen überfüllten Rad-/Wanderwege über Schotter, bis wir endlich im Englischen Garten mit dem nächsten Checkpoint ankamen. Als lägen die Nerven nicht schon blank genug, dachte sich das GPS jetzt auch noch, es müsste mal wieder den Geist aufgeben und so mussten wir noch eine Zwangspause einlegen, bis der Track wieder auf dem Display erschien. Die Aufzeichnung bis dahin natürlich wieder weg – Laune erneut am Tiefpunkt. Es war dieser Punkt, wo wir einvernehmlich entschieden, die 2. Nacht nicht auch noch durchzufahren. Noch bis Kilometer 500, das klingt doch machbar, das müsste ungefähr bei Füssen sein. Bei einem Eis am Stiel buchte ich also kurzerhand noch ein Hostel in Füssen, damit wir hier duschen und ein paar Stündchen schlafen konnten. Noch ca. 110 km bis dahin, um 23 Uhr sollten wir da sein, dachten wir uns. Naja, lest einfach weiter…

 

Ab da ging es durch gefühlt ganz München weiter über diesen Schotterweg, Patrick hatte einen kleinen Hänger und wir waren heilfroh, als der Track uns auf eine Rampe Richtung Straße schickte, auf der wir unsere Räder mit sicherlich 30 % Steigung schnaufend hochschoben. Es war geschafft, der Wendepunkt lag definitiv hinter uns, es wurde schnell wieder grün und ruhiger auf den Straßen und wir bereiteten uns mental auf den bergigen Teil der Strecke vor – Mit Ziel Füssen, wo nun eine Dusche und ein Bettchen auf uns wartete. Bald waren wir am Starnberger See angekommen, hier machten wir einen Stopp an einer Tankstelle, um uns für die sich ankündigende Nacht vorzubereiten. Also rein in die warmen Sachen, Lichter an, noch ein paar Gummibärchen und RedBull für unterwegs und weiter geht es. Ist ja sicherlich nicht mehr so weit. So dachten wir zumindest, in Wirklichkeit begannen sich uns nun nach und nach immer steiler werdende Anstiege in den Weg zu stellen.

 

Durch die Dunkelheit ging es nun entweder hoch oder runter, das GPS zeigte größtenteils zweistellige Steigungswerte an. Zwischendurch ein paar Schotterpassagen, damit es nicht langweilig wird. Und die Uhr tickte und tickte, oh je, das wird knapp mit einer Ankunft um 23 Uhr…Immer wieder blickte ich mit Respekt zu Patrick, der trotz der nun mehr als 400 km, wie eine Maschine die Kurbel in den steilen Anstiegen umdrehte… Mittlerweile war es bereits halb 12, wir fuhren eine Abfahrt hinunter, standen vor einem Straßenschild, auf dem endlich Füssen stand. NOCH 50 KM! Das verpasste uns beiden einen mächtigen Dämpfer, wir hofften eigentlich, bereits viel näher am Ziel zu sein…Stillschweigend fügten wir uns unserem Schicksal, hilft ja alles nichts. Ab hier war es einfach nur ein starres Kilometerabspulen, Berg hoch, Berg runter, mir war viel zu warm, Patrick war viel zu kalt. Dann, endlich, nach den letzten 20 welligen, aber insgesamt leicht abfallenden Kilometern, sahen wir das Ortsschild Füssen. Im Hostel schmissen wir alles in die Ecke, ab unter die Dusche und ab ins Bett. Es war mittlerweile 2 Uhr nachts, ich stellte den Wecker auf 5:15 Uhr.

 

Der sonst als so sanft empfundene Klingelton des Weckers traf mich wie ein Schlag. Ich hatte beinahe ein schlechtes Gewissen, Patrick zu wecken und ihn zurück auf sein Rad zu schicken. Nachdem wir alles eingepackt haben, hieß es um 6 Uhr morgen: Aufsitzen! Die letzten 100 km, das muss doch jetzt auch noch machbar sein. Immerhin haben wir noch 6 Stunden bis zum Zeitlimit von 40 Stunden. Wieder einmal wurden wir an diesem Morgen mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt. Leuchtende und schneebedeckte Berggipfel, eine wunderschöne Landschaft wie aus dem Bilderbuch. Patrick konnte es leider nicht so wirklich genießen, der Hunger und Müdigkeit plagten ihn. Immerhin sind wir ohne Frühstück gestartet und am Vorabend ohne richtiges Abendessen ins Bett gegangen, darum war mein Auftrag nun: Nahrung auftreiben! Google Maps spuckte als Ergebnis eine Bäckerei in 5 km Entfernung an, nichts wie los. Wir fanden eine sehr süße, kleine Dorfbäckerei vor und bekamen dort das (in dem Moment) beste Frühstück der Welt, mit Salami- und Käsebrot, Kaffee und Orangensaft. Gestärkt ging‘s weiter, auf geht’s, nur noch 100!

 

Wie erwartet ging es dann in dem Stil weiter, wie es am Abend zuvor geendet hatte. Hoch – oder Runter. An der Landschaft gab es jedoch nicht das Geringste zu meckern, auch Patrick konnte die Aussichten jetzt wieder genießen und so ließen wir in Wohlfühltempo einen Berg nach dem anderen hinter uns. Der Alpsee nach Immenstadt war ein weiteres landschaftliches Highlight und ich wusste aus dem Höhenprofil, dass es ab hier nur noch 3 nennenswerte Anstiege sind. Nach Scheidegg und Böserscheidegg (ja, der Anstieg hierher machte diesem Namen alle Ehre) hatten wir also noch die allerletzten Kilometer vor uns. In 40 km ist es geschafft! Hätte mir jemand gesagt, dass sich dieser Berg, dessen Abfahrt letztendlich im herbeigesehnten Lindau enden sollte, zieht wie wochenlang gekautes Kaugummi, wäre ich vielleicht nicht so voreilig mit meiner Euphorie gewesen. Patricks Körner waren langsam aber sicher komplett aufgebraucht, er schleppte sich den Berg hinauf und langsam aber sicher mussten wir uns eingestehen, dass es für eine Ankunft im Zeitlimit nicht mehr reichte – Was ja auch von Anfang an nicht unser Ziel war, jedoch war vor allem Patrick etwas geknickt deswegen.

 

Mein Motto bei solchen Touren lautet: Irgendwann ist es immer vorbei. So auch dieser Anstieg, irgendwann ging es tatsächlich bergab und ab Lindau am Fuße dieses Anstiegs ging es immerhin nur noch 15 flache Kilometer bis zum finalen Checkpoint in Kressbronn am Bodensee. Also genossen wir noch einmal die tolle Aussicht auf die Berge und den Bodensee und stürzten uns in die Abfahrt. Kaum zu glauben, wir hatten es geschafft! Die letzten Kilometer waren tatsächlich ein Klacks und bald sahen wir die Aral Tankstelle, den letzten Checkpoint, das Ende! 607 km, 5.703 Höhenmeter, 27:20 Stunden reine Fahrtzeit, 40:52 Stunden verstrichene Zeit…Im Nachhinein fragt man sich tatsächlich, wo man die insgesamt 13 Stunden, abgesehen von den Schlafpausen, verbummelt hat? EGAL, geschafft ist geschafft, Zeitlimit oder nicht. Mit dem Zug ging es nun noch anderthalb Stunden zurück zum Start (nein, die optionalen 80 Kilometer wollten wir nun wirklich nicht mehr mit dem Rad fahren), vom Start aus anderthalb Stunden mit dem Auto nach Hause, wo wir nach einem Abendessen todmüde ins Bett fielen.

 

Zusammenfassung der ganzen Fahrt? Geil, geiler, supergeil! Perfekte Stimmung, tolle Streckenführung, super Wetter und haufenweise unvergessliche Eindrücke, über die wir uns sicherlich noch lange unterhalten werden. Patrick zolle ich meinen größtmöglichen Respekt, es war unfassbar, mit welcher Konstanz er die Kilometer abspulte, wie er immer gut gelaunt war und Spaß bei der Sache hatte. Ich für meinen Teil weiß jetzt auch, wie es sich in der Betreuerrolle anfühlt, vorne im Wind zu fahren, ans Essen zu erinnern, zu motivieren und zu helfen, wo es nur geht. Ich glaube, das war nicht unser letztes gemeinsames Brevet!


Lets have a beer in Munich

This is how I would describe our adventure „Brevet 600“ of the Audax Suisse, which led us from Schaffhausen in Switzerland to Munich and back. When my belgian cycling buddy Pascal and I had registered for this ride, we expected 620 km with 3.500 m of elevation gain, past cultural and scenic highlights like the Danube valley, the English Garden in Munich, Neuschwanstein Castle and much more. In our minds, we were looking forward to a relaxing and nice ride through the Land of Bavaria!

 

The weekend before the trip, I got a message from Pascal: flu, sick, let’s call it a physical breakdown…I am honest by saying, that I was really sad about these news. Especially regarding my growing anticipation due to the weather forecast, which was getting better and better. I started to search for a new company but this wasn‘t crowded with success in such a short notice. Who would want to ride such a trip across Bavaria without any planning and special equipment, when my stressed self asks you 2 days before the start of the event?

 

My disappointment didn’t remain unnoticed. My boyfriend Patrick knew, that I was really looking foward to the participation in this ride. With further ado he said: „I could join you!“ Without any hesitation I said no, he had just bought his first roadbike in November 2018 and our longest trip so far was about 130 km, after which he felt, putting it into nice words, not very good. That could not work, it would be crazy! Furthermore he had no bags to stow all his clothes, food and other things in, which he would need during the ride. His suggestion to ride with a backpack was a bad idea regarding the long distance. But Patrick was absolutely convinced that he would be able to make it! Still secretly thinking, this must be a very bad idea, I ordered a Topeak Backload bag and one pair of well-padded gloves.

 

Luckily there was not much time to think about, whether it was a good or a bad idea. D-day would be 2 days later! The parcel with bag and gloves arrived just in time! The start of our ride would be at 8 pm, so we took the half day off to cross off the last points from our checklist and to prepare some food we wanted to eat before the start. With a fully packed car, we started at 3 pm to Buch in Switzerland near Schaffhausen, where our journey would start. The time limit for the 620 km was 40 hours, but we didn’t waste a thought on this but focused on fun, feel-good pace and enjoyment. Now it meant: Head off – Anticipation on! We started our ride into the first night together with nearly 80 other crazy people right at 8 pm.

 

During the very first kilometers we were already pampered with a phenomenal view: The golden light of the sunset fell onto the landscape around us, the track led us over the most beautiful cycle paths away from the big streets. In a small group of 10 riders, we rode the first few kilometers towards Tuttlingen, where the first checkpoint was after just 48 km. After the first smaller climbs we were finally welcomed by the darkness and thus also by the cold temperatures – shoe covers and long gloves were not much appreciated and get us warm till the second checkpoint in Ulm at kilometer 180.

 

The first night ran perfectly. We were rolling over quiet and lonely roads in the middle of nowhere, the mood was great, the talks were fun. Sometimes we saw the rear lights of other participants in far distance, but our focus was especially on Patricks feel-good pace. The only living creatures we’ve met from time to time were some cats or mice but apart from that we were completely alone in absolute silence. A view on my GPS assured me that we were still on track…until I realized, that something was kind of curious. While riding through one of those countless small villages, where we should see many smaller roads next to us, I only saw that one big road that we rode on before. Stop! Something was definitely wrong! At this moment the clock was at 2:30 am, deep dark without any other lights and really cold. While pressing any possible buttons on my GPS I recognized, that it was frozen. Great, and no internet to find out how to do the reset. I was really annoyed and started to push any possible buttons at the same time. Suddenly the display shut down and I was able to start the GPS again. Yipeeh, the whole tracking until then was delete!!!My mood was at its lowest point. Finally, was had felt like eternity, the track was back on the display and we were able to continue our ride through the night – After a forced stop of 30 minutes.

 

The rest of the night went without any other complications. We were really looking forward to the checkpoint in Ulm, a 24-hours gas station. Patrick was very cold and we both were really tired. Brezel, chocolate croissant and a big hot coffee were a blessing, we were able to warm up inside the shop and also met some other riders in here, who had the same plan. At 4:30 am we continued with a view to Augsburg. Here Daniel awaited us, a friend of mine, who offered us a shower, a meal and a possibility to sleep in his flat, which was near to the track at kilometer 259. For sure we didn’t hesitate to accept it greatfully! So, 80 km to go until we would arrive in Augsburg and these 80 kms were probably the most beautiful during the whole ride! We saw a sunrise straight out of the picture book: the fields and hills around us were covered in slight fog and illuminated by violet, warm light. The sun rises as a gigantic red fireball directly in front of us. Why do we suffer something like a 600 km ride by bike? It’s precisely for moments like this one!

 

Daniel welcomd us at 9 am along the track to guide us to his flat. We were overwhelmed by his help and kindness – Towels, fresh buns, protein shake, blankets, pasta…Damn Daniel, I can’t say often enough how thankful we still are! This stop was a great help, especially for Patrick, who was able to gain new energy and motivation and to forget the thought about a cancellation (also because a train ticket back to our car would cost nearly 190 €). After 2 hours of napping our world looks already totally different, we were strengthend and loaded with new motivation, wearing fresh clothes we said goodbye to Daniel – Munich was calling! From this moment on, the elevation profile promised several climbs, at least nearly 2/3 of the elevation gain awaited us in the second half of the ride. So we were rolling over lovely hills while the bright sun was shining down on our backs, we crossed seemingly endless yellow fields of rape and soon, we saw the Olympic Tower and the skyline of Munich in the distance.

 

We had a really bad timing with our arrival in Munich. We hit after work rush hour and had to find our way through endless traffic jams, past annoyed car drivers and over strange planned cycle paths. It didn’t take much time and I wished we could leave the city behind us fast. The track led us over an overcrowded cycle-/hiking path on gravel, until we finally arrived in the English Garden with the next checkpoint. And as if the nerves were strained enough already, my GPS failed again…frozen display, deja vu from last night. Another forced stop until the track was back on the display – My mood was at its lowest point again. It was exactly at this point when we both decided, that we really don’t want to ride through the second night non-stop as well. Riding until kilometer 500, that sounded doable. Should be around Füssen or something. While we had an ice cream at a supermarket, I booked a room in a hostel in Füssen where we would be able to have a shower and some hours of sleep. Still 110 km to go, we thought that we should arrive at around 11 pm…What fools we were…

 

From this point, it felt like weh ad to cross whole Munich on this gravel path. Patrick had a little low point and we were so happy, when the track led us on a nearly 30 % ramp to the street above us. We did it, the turning point was now definitely behind us, it didn’t take long time until the roads got quieter and the landscape green again. We prepared ourselves mentally for the hilly part of our ride – but our goal for now was Füssen, where a hot shower and a bed awaited us now! Soon we arrived at Lake Starnberg, where we did a short stop at a gas station to prepare ourselves for the upcoming night. Summer clothes off, warm clothes on, buying some gummy bears and energy drinks for „bad times“. Lights on and we continued. Certainly it’s not that far until Füssen, we thought, but in reality the climbs got steeper and steeper and the pace slower and slower.

 

The only possible way now was either up or down, my GPS was showing gradients above 10 %. Now and then we had some gravel parts to avoid boredom and I prayed to god, that none of us would get a flat tire in the middle of the night. The clock was ticking, slowly but surely I knew that it should be impossible to arrive at 11 pm. Again and again I looked at Patrick, who turned the crank in the ascents like a machine although we had rode more than 400 km already. Meanwhile it was 11:30 pm, we were descending another hill and then we stood in front of a road sign, on which we could read Füssen…STILL 50 KM TO GO! Omg, this was really not what we’ve expected, in our thoughts we were much closer to Füssen. We continued in silence, complaining gets you nowhere. Now it was more a motionless completing of kilometers, uphill, downhill, I felt much too warm, Patrick felt much too cold. Then, finally, after the last 20 hilly but mainly sloping kilometers, we saw the town sign Füssen. After arriving in the hostel, we thought of nothing else than taking that damn shower and having some sleep. Meanwhile it was 2 am, I set the alarm at 05:15 am.

 

The not so lovely alarm tone hit me like a hammer. I almost had a bad conscience to wake Patrick up and to push him back on the bike. After we packed up everything, it meant: The last 100 km, that had to be possible! We had 6 hours left until the time limit of 40 hours would be reached, that also should be possible. Once again, we started with a breathtaking view. The sun illuminated the snow covered peaks and the landscape looks like in a picture book. Unfortunately Patrick wasn’t really able to enjoy the view, because he had trouble with fatigue and hunger. We ended the last day without dinner and started the new one without breakfast, so my mission was to find a bakery as fast as possible. Google Maps told us, that there would be a bakery in 5 km and we were looking forward to some buns and coffee. We found a small and super cute bakery and got the (probably) best breakfast in the world, fresh buns with salami and cheese, lots of coffee and orange juice. Fueled up we were finally back on track, 90 km to go!

 

As expected, the ride continued like it ended before. Up or down, but the landscape was worth the suffering and after our breakfast also Patrick was able to enjoy the beauty around us. We managed one climb after the other in our feel-good pace and arrived at the beautiful Alpsee near Immenstadt, which was another scenic highlight since the mountains around the lake were mirrored in the calm water. After checking the elevation profile I knew, that there would be only 3 bigger climbs until the finish. After we managed Scheidegg and Böserscheidegg (in German Böse means evil, so this name says it all), we had one very last climb and only a few more kilometers until the end. 40 km, then it’s done! If anyone had told me, that this last climb would stretch itself like an old chewing gum, I wouldn’t have been that euphoric. Slowly but surely Patrick was at the end of his power and he struggled kilometer after kilometer. At this point we were sure, that the time limit was unreachable and despite the fact, that this wasn’t our goal since the beginning, Patrick was still a bit sad about it.

 

My motto during rides like this: It’s always over at some point. Also this climb, at some point we were in the descent to Lindau, which laid at the foot of this mountain. At this point we had only 15 flat kilometers until the final checkpoint in Kressbronn. After this last descent with its great views down on the Lake Constance and the alps in the distance, we enjoyed the last absolutely flat kilometers along the lake on beautiful cycle paths and then – unbelievable – we arrived in Kressbronn. Our last checkpoint was a gas station, we embraced each other and were nothing but happy! The end after 607 km, 5.703 m of elevation, 27:20 hours total time on our bikes and 40:52 hours in total…Afterwards you ask yourself where 13 hours, apart from sleeping, got lost? Who cares, done is done, time limit doesn’t matter, especially because I am honest by saying, that I didn‘t think that we both would even finish – no matter what time. Lastly a 1,5 hour train trip back to our car (no, we didn’t want to ride the optional 80 km by bike), then another 1,5 hours by car back to our home, where we finally fell into bed after a quick dinner.

 

Summarizing of this ride? Great, greater, super great! Perfect mood, great track by the organization, good weather and tons of unforgettable impressions and memories. I think, we will talk about them for a long time! Patrick earned by biggest possible respect, it was absolutely unbelievable how he was able to ride all those kilometers with such a consistency, that he was cheerful all the time and had such fun doing this trip with me! For my part, I know now, how it feels to be the cargiver during such a ride. To ride in the front all the time, reminding about drinking and eating, motivating and help where possible. I am sure this was not our last Brevet together!

AUDAX Suisse | DIAbLES RoUGES
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