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BRM 400 (2018) | REFLECTIONS ON A BEAUTIFUL MONSTER

Epic music for an epic battle - Chapeau to finishers and non finishers

Summary

Summary BRM 400 | AUDAX Suisse

Einige Teilnehmer sprechen uns aus der Seele, um was es beim diesjährigen BRM 400 von AUDAX Suisse grundsätzlich ging bzw. was unsere Intention war.

 

M.:

lovely roads, ridiculous gravel climbs, crazy gravel descents, amazing mountains, beautiful lakes, sun, thunderstorms, alpine passes in the dark, petrol station food, Burger King at 4 a.m., trying so hard not to fall asleep on the bike and a

really really great group.

 

J.:

First 400+ Brevet this year is in the books and #swissneyland truly delivered. Scenic landscapes and thunderstorms went hand in hand. audaxsuisse prepared one hell of a route

 

F.

Die liebevoll designte Strecke durch Thurgau, St. Gallen und Appenzellerland war landschaftlich ein Leckerbissen und gleichzeitig auch eine Reise zu mir selbst

 

Das diesjährige BRM 400 war auch aus unserer Sicht eine wunderbar schöne Hochzeit mit einem Monster(Programm). Die Finisherquote von 50 % ist brutal, zumal wir von AUDAX Suisse in der Regel einen Range von > 80 % anstreben. Einerseits wird nicht jeder auf Anhieb ein Drachentöter, der so steile Rampen einfach wegschluckt. Andererseits haben einige von Euch aufgrund der schlechten Wetterbedingungen in den Alpen vernünftigerweise das Brevet abgebrochen. Von daher wäre bei schönem Wetter durchaus eine höhere Finisherrate dringelegen! Aber niemand von Euch wird deswegen je den Kopf hängen lassen, für das seid Ihr alle mental viel zu stark – Ihr habt es mir im Ziel mit Eurem fairen Auftritt bewiesen! Die meisten nicht Finisher haben es als tolles Abenteuer mit Erfahrungs- und Trainingscharakter gewertet. Trotzdem ist die Erstaustragung des BRM 400 (2018) bezüglich Teilnehmerkategorisierung als verbesserungswürdig zu deklarieren bzw. haben wir aus Euren Gesprächen gelernt, dass wir den Bunsenbrenner etwas zu scharf dosiert haben und dem einen oder anderen eine Arschbacke weggebrutzelt haben. Die steilen Rampen und einige Gravelpassagen waren für ein paar Teilnehmer in der Tat einen Ticken zu herausfordernd. Auch haben viele Finisher ausgesehen als ob sie vor dem Vietkong im Dschungel geflüchtet wären, runtergebrannt und humpelnd als ob sie einen Streifschuss erlitten hätten ... ja, die unermüdlichen Kämpfer gingen mit erhobenem Kopf durch die Hölle. Glücklich, zufrieden, erleichtert und (immer noch) voller Adrenalin belagerten sie die Küchenfee, um die geschundenen Energiespeicher wieder aufzuladen. Für uns immer ein gutes Zeichen, keinen Kindergeburtstag sondern ein richtiges Abenteuer organisiert zu haben. Bravo an ALLE Teilnehmer und zwar von ganzem Herzen!

 

Da wir Euer (Kern)Feedback sehr ernst nehmen, leiten wir für 2019 die folgenden Massnahmen ein:

  1. Das BRM 400 (2018) wird umbenannt in „BRM 400 Hells Ridge (HC)“, wobei HC für Hardcore und nicht für Haute Couture steht bzw. damit die Grundschärfe der Strecke deutlicher herausgestrichen wird. Die Streckenführung bleibt identisch, es wird auch weiterhin von Paris akkreditiert sein und wir lancieren eine extra Medaillenserie für diesen knüppelharten Höllenritt!
  2. Zusätzlich gibt es eine anspruchsvolle aber abgeschwächte Version namens „BRM 400 Bergweh+ (Randonnée)“ mit weniger Höhenmetern, weniger steilen Rampen sowie wenig anspruchsvollen Gravelpassagen.
  3. Beide Brevets finden am selben Tag statt, haben eine ähnliche Streckenführung mit diversen Schnittpunkten zum Parallelevent, wo man sich mit der anderen Gruppe überkreuzt, jedoch unterschiedlich eingefärbte Startnummern trägt, damit sich die Zwillingsbrüder bzw. der AUDAX- vom RANDONNEUR-Teufel beim 400er unterscheiden kann.

Mit diesen Massnahmen ist Euer wertvolles Feedback aus unserer Sicht optimal kanalisiert bzw. korrigiert für 2019. Das etwas wildere und wagemutigere AUDAX (lat. für Wagemut) Herz wird höher schlagen mit der Hardcorevariante und das Gleiche gilt für das Herz der (klassischeren) Randonneure, die den mantramässigen Zustand mit weniger Gravel und weniger steilen Passagen geniessen wollen und das Cruisen (ohne Gravelschlaglöcher) bevorzugen.

 

In diesem Sinne ...

 

Höllische Grüsse

Team AUDAX Suisse


Supplement

STATEMENTS der TEILNEHMER

Uns werden die emotionalen Feedbacks bei den Kontrollposten bzw. an den unmittelbaren Brennpunkten wie auch die etwas stärker reflektierten Gedanken im Ziel fehlen mit dem obigen Massnahmenfilter. Ihr seid so spassig, dass man eine Live Videoübertragung hätte machen sollen bei Eurer Feuertaufe:

  • Teilnehmerin: „Wir haben uns gefragt, was Thomas wohl machen würde, wenn er in Holland geboren wäre. Wahrscheinlich würde er uns durchs Watenmeer knechten mit 20 Kilo umgehängtem Blei am Bauch."
  • Erfahrener knallharter Hund: “Die Tortour Challenge ist ein Kindergeburtstag gegen diese steilen Höhenmeter inklusive Gravel!"
  • Teilnehmer in waschechtem Bayrisch: „Ich habe immer gedacht, dass die Brevets bei uns in Bayern knüppelhart sind, aber das ist ja gar nix! Bei Euch bekommt man Blasen vom Schieben auf der Prügelstrecke! Ich nehme jetzt den Zug, aber nächstes Jahr bin ich wieder (besser trainiert) dabei!“
  • Oder der Förster aus dem Auto zu einer Randonneurgruppe auf dem (Wanderweg) Aufstieg zur Schwägalp: „Verdammt nochmals, was macht Ihr denn hier? Hier gab es noch nie Rennfahrer!“
  • Bei Jochen habe ich nicht mehr alle Statements im Kopf, es waren zu viele! Thomas hat sich Tränen gelacht mit Dir. Danke, danke, danke für Deine Knalleranalysen – saugeil!
  • Hammerhartes Langstreckenmonster: "Eigentlich wollte ich Deinen 400er zur Regeneration machen, aus dem wurde leider nichts."
  • Kontrollposten an Teilnehmer: "Und bist Du müde?". Teilnehmer: "Nein, ich habe noch genug Energie, um Thomas zu erwürgen!"
Lächeln für die unschuldige Stosstruppe beim Kontrollposten
Lächeln für die unschuldige Stosstruppe beim Kontrollposten
Liebesgrüsse von der Gravelpassage bei der Schwägalp für den Streckenplaner. Er scheint doch realisiert zu haben, dass er zur Schwägalp RUNTER- und nicht wie gewohnt RAUFfuhr
Liebesgrüsse von der Gravelpassage bei der Schwägalp für den Streckenplaner. Er scheint doch realisiert zu haben, dass er zur Schwägalp RUNTER- und nicht wie gewohnt RAUFfuhr

STATEMENTS im Diskurs von AUDAX Suisse (Thomas) zu den Teilnehmern
  • "Ich sage Euch immer, dass man vor Ort auch fluchen soll und den Emotionen freien Lauf geben muss als Verarbeitung des Gravel-Kulturschocks. Einigen Teilnehmern musst Du das Arschwasser zuerst ankochen, damit sie sich an den Schotter gewöhnen. Sobald man sich etwas ausgeheult hat, wird man Schritt für Schritt zum AUDAXler und findet meistens Gefallen an der Abwechslung. Ich spreche aus 3.1/2 Jahren Erfahrung an der Front, glaube mir."
  • Stellungnahme zu Fragen einer Teilnehmerin: "Wieso sollen wir leichtere Brevets wie AUDAX Italia organisieren oder keinen Gravel einführen nur weil es bei PBP keinen Gravel gibt? Wir sind AUDAX Suisse und verfolgen eine eigene Philosophie, die klar gegen den Strom der allermeisten Anbieter schwimmt. Und jetzt? Wer unsere Hölle überlebt hat, wird garantiert optimal für PBP vorbereitet sein. Letzteres ist unser Auftrag von Paris. Man braucht Cojones für einen neuen Organisatorenmindset und das haben wir ;) Masse ist sowieso nicht unser primäres Ziel sondern Spass und Abwechslung, sonst fahre ich die Strecken doch nicht jedes Jahr bis unter die Haarspitzen motiviert vor."
  • "Hatte ich in den Eckdaten des Brevets wie auch im Newsletter nicht extra erwähnt, dass es jedem mit einer Heldenkurbel die Eier knacken wird? Wie kann ich das noch direkter schreiben? Bitte hilf mir …"
  • "Es war teilweise ein kleineres Randonneur Massaker, vor allem für das hintere Drittel.  Sorry, war wirklich nicht unser Ziel."
  • "Unser Motto: <Free your Passion. Monotone Brevets wird es bei uns nie geben> sind keine leeren Marketinghüllen. Man wird wachgerüttelt hier beim 400er, es ist weder ein Kindergeburtstag noch ein Schlafmützenexpress auf der Autobahn."